Das eigene Gemüsebeet

Bevor man ein Gemüsebeet bewirtschaften und sich an den eigens angebauten Gemüsesorten erfreuen kann, sollte man sich genaue Gedanken über deren Standort und Größe machen. Als besonders gut geeignet gilt ein windstilles Plätzchen, welches sich nicht direkt in der prallen Mittagssonne befindet oder gar nur vom Schatten eingenommen wird. Fünf bis sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung genügen für Gemüsepflanzen vollkommen aus, nur sollte das Gemüsebeet auch nicht gänzlich von Hecken, Bäumen oder Sträuchern umzingelt sein. Als optimal gilt eine Beetbreite von 1,30m, damit man dieses von beiden Seiten aus gut bewirtschaften kann. Bei größeren Ausmaßen lohnt es sich deshalb das Gemüsebeet in einzelne Felder zu unterteilen und mit Wegen abzugrenzen.

Den Boden vorbereiten

Sobald sich die Frostperioden dem Ende neigen, kann man damit beginnen das Gemüsebeet für den kommenden Anbau vorzubereiten. Eine Faustregel besagt, dass bis Anfang März die Vorarbeiten abgeschlossen werden sollten, damit sich der Boden noch ca.4 Wochen erholen kann. Der Erdboden wird dafür sorgfältig umgegraben und gelockert, so dass ein feinkrümeliges Gesamtbild entsteht. Nun müssen nur noch Wurzel- und Unkrautreste entfernt werden bevor das Gemüsebeet mit reichlich Kompost und Kalk versorgt werden kann. Zum Abschluss werden noch beide Komponenten gut in den Boden hinein gearbeitet. Unter einer Mulchfolie bedeckt kann der Boden 4 Wochen lang ruhen, so dass Anfang April das Säen und Pflanzen beginnen kann.

Frei von Schädlingen mit Mischkulturen

Damit man in seinem Gemüsebeet nicht von Schädlingen überrannt wird, sollte man den Anbau von Mischkulturen in Erwägung ziehen. Dies garantiert einen prächtigen Pflanzenwuchs, welcher sich zugleich noch gegenseitig vor Schädlingen schützt. Schlankes Gemüse wie Porree sollte mit breiten Sorten (Knollensellerie) kombiniert werden und auch die Nutzung von unterschiedlichen Wurzeltiefen kann erheblich dazu beitragen, dass die Nährstoffe gut untereinander verteilt werden. Tomaten passen zum Beispiel gut zu Kräutern (Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Sellerie), Kohlsorten (Kohlrabi, Kopfkohl, Brokkoli) und Radieschen, wobei in den heimischen Gärten auch oftmals Gurken, Bohnen, Mohrrüben, Erdbeeren oder Paprikaschoten angepflanzt werden. Wichtig ist nur, ausreichend Abstand im Gemüsebeet zu halten, damit der Anbau übersichtlich und leicht zugänglich bleibt.