Der Traum aller Künstler – das eigene Atelier

Über Kunst kann man sich bekanntlich streiten, und nicht jeder, der ein Atelier und einen akademischen Abschluss der bildenden Künste hat, ist auch ein Künstler. Andererseits gibt es aber auch begnadete Talente, die nie eine Kunstakademie von innen gesehen haben. Kunst definiert sich eben nicht nur über das Können, sondern auch über die Ideen, die ihr zugrunde liegen. Fest steht aber, dass ein Künstler den Sprung in die Professionalität nur dann schaffen kann, wenn er ein eigenes Atelier zur Verfügung hat. Aber auch Hobbykünstler brauchen ein Atelier. Was aber genau ist ein Atelier und wie kommt man dazu?

Was ein Atelier braucht

Das Wort Atelier stammt aus der französischen Sprache und bedeutet – ganz unromantisch – nichts anderes als Werkstatt. Und in der Tat weiß jeder, der schon einmal künstlerisch gearbeitet hat, dass Kunst weniger mit einem interessanten Bohemeleben zu tun hat, als viel mehr mit konsequenter und harter Arbeit. Ein Atelier muss grundsätzlich erst einmal viel Tageslicht bieten, ganz gleich, ob man darin malerisch, bildhauerisch, fotografisch oder anderweitig künstlerisch arbeitet. Ferner braucht es viel Stauraum für das Material, einen Stromanschluss und – was für viele künstlerische Techniken fast noch wichtiger ist – einen Wasseranschluss. Je mehr große Tische im Atelier untergebracht werden können, umso besser ist es. Denn wer nicht ständig im kreativen Fluss seiner Arbeit unterbrochen werden will, bekommt Probleme, wenn immer wieder der einzige verfügbare Tisch freigeräumt werden muss!

Ein Atelier finden

Natürlich ist es immer auch eine Kostenfrage, ein eigenes Kunstatelier zu betreiben. Wer nicht gleich in gemietete Räumlichkeiten investieren kann oder wer seine Kunst lieber als Hobby betreiben möchte, der sollte zuerst einmal im Bekanntenkreis herum fragen, ob jemand einen Raum kostenlos zur Verfügung stellen kann. Mancher Künstler hat in einer Garage, auf einem nicht ausgebauten Dachboden oder in einem Gartenhaus angefangen! Um die eigene Kunst professionell zu vermarkten, sollten die Atelierräume allerdings auch einen professionelleren Eindruck vermitteln und auch für interessierte Käufer zugänglich sein. Trotzdem muss man für das eigene Atelier nicht gleich ein teures Ladenlokal anmieten. Viele Städte verfügen bereits über eine lebendige Kulturszene, der Künstler sich anschließen können. So, wie Bands sich oft einen gemeinsamen Probenraum teilen, so gibt es auch Künstlergruppen, die sich die Kosten für Atelierräume teilen. Durch solche Gruppen entstehen auch interessante Synergieeffekte!