Die A-Klasse von Mercedes

Mercedes Benz steht seit jeher für hervorragende Limousinen der ober Mittelklasse. 1997 änderte sich dies. Ein neues Modell sorgte für Aufregung, Staunen, Neugier und es gilt als einer der Vorreiter der heutzutage äußerst beliebten Klasse der Minivans. Die Rede ist von der kompaktesten Baureihe des Traditionsunternehmens – die Mercedes A Klasse.

Ursprünge und Entwicklung der A-Klasse

Der Vorfahr der Mercedes A Klasse war das 1986 vorgestellte NAFA (Nahverkehrsfahrzeug). Dieses Nahverkehrsfahrzeug sollte ein leichtes Ein- und Ausparken ermöglichen und den Fahrzeuginsassen ein leichtes Ein- und Aussteigen erlauben. Mit einer bestmöglichen Rundumsicht und seiner kompakten Bauweise sollte es ein ideales Fortbewegungsmittel in dicht befahrenen und dicht bebauten Gebieten darstellen. Die Serienproduktion einer künftigen Kompaktklasse wurde bereits 1992 bei Mercedes geplant. Dies geschah parallel zur ambitionierten Entwicklung eines Prototypen, welcher bereits im August des Jahres 1994 ausgiebig getestet werden konnte. Auf der prestigeträchtigen Frankfurter Internationalen Automobil-Ausstellung wurde 1995 das großräumige Konzept der Innenraumgestaltung vorgestellt und fand auch Anklang bei den Messebesuchern. Zwei Jahre später, im Frühjahr 1997, wurde die Mercedes A Klasse exklusiv im Genfer Automobilsalon der Öffentlichkeit vorgestellt. Bis Oktober ´97 wurde die A-Klasse in rund 20 Städten Europas vorgestellt.
Kurze Zeit nach der erfolgreichen Premiere geschah die vermeintliche Katastrophe, ein schwedischer Auto-Journalist hat es bei einem doppelten Spurwechselmanöver geschafft, die Mercedes A Klasse umkippen und auf dem Dach landen zu lassen. Ein Schock für Daimler Benz. Doch die Verantwortlichen des Unternehmens reagierten und konnten letzten Endes Kapital aus der „Elchtest-Peinlichkeit“ schlagen. Eine wohl koordinierte Rückrufaktion und ein Ausrüsten sämtlicher Fahrzeuge dieser Baureihe mit dem damals neuem ESP sorgten dafür, dass die Mercedes A Klasse zu einem vollen Erfolg wurde.

Klein aber fein

Die meisten Vorteile der Mercedes A Klasse liegen auf der Hand. In stetig größer werdenden Städten und einer schnell zunehmenden Anzahl von PKW’s auf den Straßen bietet sich ein kleines Fahrzeug mit optimaler Raumgestaltung gut an. Nicht nur die umständliche Parkplatzsuche wird durch das höchstens 3,8 Meter lange und 1,7 Meter breite Auto wesentlich erleichtert, sondern auch Faktoren wie geringerer Verbrauch und das sehr gute Preis-Leistungs Verhältnis wirken sich positiv auf die Bilanz aus. Im Vergleich zur Mercedes C Klasse wirkt das Fahrzeug der Mercedes A Klasse nicht sonderlich komfortabel oder sicher, doch der Schein trügt.
Dank der ebenso innovativen wie effektiven Sandwichbauweise und der platzsparenden Motoranordnung ist die Mercedes A Klasse außerordentlich stabil und beweist zudem ein hohes Maß an Platz und Raumfassungsvermögen.
Wer es ganz schnell mag, dem wird mit Sicherheit die Version der High-Perfomance-Marke von Mercedes, AMG, gefallen. Der A 38 AMG greift auf die Leistung von zwei A-190-Motoren und damit auf insgesamt 250 PS zu. Das überarbeitete Fahrwerk und eine auf hohe Geschwindigkeiten ausgerichtete Bremsanlage garantieren ein kontrollierbares Fahren selbst bei den 230 Km/H Spitzengeschwindigkeit, die der A 38 AMG erreicht.
Wen dieses Hochleistungsmodell interessiert, der könnte Mika Häkkinen nach einer Testfahrt fragen. Häkkinen besitzt nämlich einen von insgesamt vier produzierten A 38.

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