Die richtigen Bowlingschuhe

Die Auswahl der richtigen Bowlingschuhe ist im Bowlingsport von ebenso essenzieller Bedeutung wie die Wahl der Kugel oder der richtigen Strategie. Entgegen der Annahme so mancher Freizeitbowler dienen Bowlingschuhe nicht lediglich dem Schutz des Hallenbodens vor Schmutz und Kratzern, sondern sind darüberhinaus an die Beschaffenheit des Bodens und die Anforderungen an die Spieler beim Anlauf und Abwurf angepasst. Aber auch bei diesen speziellen Schuhen gibt es qualitative Unterschiede.

Konzipiert wie gewöhnliche Sport- oder Freizeitschuhe, sind Bowlingschuhe für den mit einer Spezialbeschichtung versehenen, glatten Anlaufbereich optimiert. Ausgestattet mit einer aus Leder oder feinem Mikrofasermaterial bestehenden Gleitlaufsohle – vereinfacht auch Gleitsohle genannt – und einem Absatz aus Gummi, ermöglichen die Schuhe dem Spieler das Gleiten auf der Bowlingbahn, denn der letzte Anlaufschritt vor dem Kugelabwurf ist ein Gleitschritt. Mit normalen Schuhen ist dieser Schritt nicht durchzuführen, da die Schuhe den Lauf abrupt abbremsen, wodurch zugleich das Verletzungsrisiko steigt.

Dem größten Teil der Bowlinggemeinde, der diesen Sport gelegentlich als Freizeitaktivität ausübt, dürften nur die universellen Bowlingschuhe bekannt sein. In der Regel sind es eben jene Einsteigermodelle, welche in den Bowlingcentern verliehen werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine standardisierte Gleitsohle auf beiden Schuhen haben. Somit können sowohl Links- als auch Rechtshänder Einsteigerschuhe verwenden.
Diese Bowlingschuhe können zwar durchaus qualitativ hochwertig verarbeitet sein, um beispielsweise eine längere Lebensdauer zu garantieren, woran den Verleihern gelegen sein dürfte, für professionelles Bowling eignen sie sich aber selten.

Wer seriös Bowling spielt, benutzt ausgereiftere Bowlingschuhe. Zum einen gibt es hier bei nur einem Schuh eine Gleitsohle, je nachdem ob der Bowler mit links oder mit rechts wirft. Der andere Schuh hat eine normale Gummisohle.
Zum anderen verfügen Profi-Bowlingschuhe über Wechselsohlen und -absätze, die zumeist mit Klettverschluss befestigt sind. Bei diesen Schuhen sind Sohle und Absatz austauschbar, um sich beim Anlauf auf die Beschaffenheit des jeweiligen Hallenbodens einstellen zu können. Durch gezieltes Austauschen der Sohlen wird die Intensität des Gleitens variiert, das Wechseln der Absätze beeinflusst die Bremswirkung.
Darüberhinaus zeichnen sich professionelle Bowlingschuhe durch größere Laufflächen aus, wodurch der Stand des Spielers gefestigt wird. Als Material wird häufig leichtes und strapazierfähiges Känguruleder verwendet. Ein Umstand, der sich deutlich im Preis widerspiegelt. Dafür lässt die Qualität in keiner Weise zu wünschen übrig.