Echte Männer können Schweißen

Unter dem Begriff Schweißen versteht man Verfahren, bei denen mittels Hitze Metall aufgeschmolzen wird, um dieses mit anderen geschmolzenen Metall zu verbinden. Die Hitzequelle kann dabei ganz unterschiedlicher Natur sein, es kommen Feuer, Strom aber auch Reibung oder extreme Drücke in Frage.

Kontrollierte Urgewalten, ob zu Haus oder im Job

Geschweißt wird von Schlossern, Automechanikern, Metallbauern, Bauarbeitern und vielen mehr, also fast überall, wo mit Metall, vornehmlich Stahl, gearbeitet wird. Aber nicht nur im gewerblichen Bereich wird geschweißt, auch im häuslichen und Hobbybereich gibt es eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten. Sei es beim Bau oder der Reparatur eines stählernen Gartenzauns, bei Metallbauten im Gartenbereich, Restaurierungsarbeiten an Oldtimern oder auch für ausgefallene künstlerische Ambitionen. Schweißen ist etwas was jeder lernen kann und auch jeder Mann, der etwas auf sich hält können sollte! Beim Schweißen werden schließlich die Urkräfte Feuer und Erde in Form von Hitze und Eisen gebündelt. Mann schmilzt Stahl und kleine Tröpfchen fliegen einem dabei stets entgegen!

Das richtige Gerät

Wer Schweißen will, wird wird über kurz oder lang nicht an einem eigenen Gerät vorbeikommen, denn Leihmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Als Hobbytüftler können Sie WIG (Wolfram-Inert-Gas) -Geräte und Autogen-Brenner i.d.R. gleich ausblenden. Diese erlauben zwar das Schweißen unterschiedlichster Materialien und Materialstärken, erfordern aber auch einen geübten Schweißer. Für die Hobbywerkstatt empfehlen sich Elektrodenschweißgeräte und MIG/MAG (Metall-Inert-Gas/Metall-Aktiv-Gas) Schutzgasschweißgeräte, solche Geräte findet man übrigens in den meisten Baumärkten oder auch auf den passenden Internetseiten, wie z.B. www.sb-schweiss-shop.de. Für Schweißgeräte gilt, je höher der mögliche Schweißstrom, desto größere Materialstärken lassen sich schweißen. Sofern sich die Geräte auch gut nach unten regeln lassen, sollte man hier ruhig schon etwas größer kaufen als man es im Moment eigentlich bräuchte, denn irgendwann wird man immer das Gerät an seine Leistungsgrenze bringen.

Elektrodenschweißen

Hier haben Sie einen ummantelten Schweißdrahtabschnitt, ähnlich einer Wunderkerze, und einen Schweißtrafo oder Schweißinverter. An diesem befinden sich zwei Klemmen, ähnlich einem Starthilfekabel, wobei die größere Klemme die Masse darstellt und ans Werkstück kommt, während die kleinere Klemme die Elektrode aufnimmt. Immer wenn Sie die Elektrode ans Werkstück halten, bildet sich ein Lichtbogen, der das Material zum Schweißen aufschmilzt. Für dünne Bleche und Nichteisen-Materialien ist diese Methode ungeeignet. Dafür sind die Geräte sehr kostengünstig und platzsparend.

Schutzgasschweißen

Beim Schutzgasschweißen kommt auf Knopfdruck aus einer Schweißpistole ein dünner Schweißdraht, mit dem Sie dann schweißen. Das erlaubt das Schweißen verschiedenster, auch sehr dünner Materialien. In Anschaffung und Betrieb sind die Geräte dafür teurer und benötigen auch mehr Platz in der Werkstatt. Auch sollten Sie hierfür schon etwas Erfahrung gesammelt haben.