Extremsport – Hobby mal anders

Der Ausdruck Extremsport hinterlässt bei vielen Menschen einen faden Beigeschmack. So wird dieser Begriff häufig auch mit Überforderung, Gefahr und dem Verlust von Kontrolle assoziiert. Doch trotz dieser Vorurteile begeistern sich immer mehr Menschen für Extremsportarten. Doch was ist Extremsport eigentlich genau, welche Sportarten können diesem Bereich zugeordnet werden, ist das Ganze tatsächlich so gefährlich und welche Voraussetzungen sollte jeder Sportler mitbringen, der sich dem Abenteuer Extremsport stellen will?

Zunächst einmal lässt sich festhalten, dass es keine allgemeingültige Definition für Extremsport gibt. Stattdessen haben alle Ausprägungen dieser Form des Sports lediglich gemeinsam, dass die Sportler an ihre Grenzen gehen. Dieses Ausloten der persönlichen Grenzen begrenzt sich aber nicht immer auf die psychischen und physischen Kapazitäten des Athleten selbst. Stattdessen gilt es beim Extremsport häufig auch logistische und technische Hürden zu meistern, da diese Form des Sports in vielen Fällen auch fernab der Öffentlichkeit und teils sogar der Zivilisation betrieben wird.

Ebenso diffus wie diese Beschreibung fällt auch die Zusammenstellung der Sportarten aus, welche in diesen Bereich fallen. Klassische Sportarten, welche als sichere Extremsportarten gelten, sind aber Fallschirmspringen, Base Jumping, Klippenspringen, Apnoe Tauchen, Free-Solo-Klettern, Wildwasserschwimmen und Wildwasserkajak. Daneben existieren noch zahlreiche weitere Sportarten, welche auch in diesen Bereich fallen. Anhand dieser Aufzählung lässt sich zudem erkennen, dass es bei all diesen Sportarten tatsächlich um Grenzerfahrungen geht, welche dem Menschen alles abverlangen.

Doch sind Extremsportarten deshalb immer gefährlich? Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. So tragen solche Sportarten mit Sicherheit stets ein gewisses Grundrisiko in sich. Jedoch kann diese Unsicherheit durch eine überlegte Ausführung und Erfahrung soweit reduziert werden, dass nicht mehr wirklich von einem Risiko gesprochen werden kann. Schließlich bereiten sich viele Extremsportler sehr akribisch auf ihre Unternehmungen vor und sind während dieser hochkonzentriert, so dass etwaige Gefahrenquellen ausgeschlossen werden. Ganz ohne Risiko ist ein Extremsport aber natürlich nie. Dies betrifft vor allem Disziplinen, bei welchen der Athlet nur bedingt Kontrolle über sich und seine Umwelt ausüben kann. Dies wäre beispielsweise beim Free-Solo-Klettern der Fall, wo es stets passieren kann, dass sich ein Stein oder Fels an der Wand löst und der Sportler wegrutscht oder von diesem getroffen wird. Daneben sind vor allem Einsteiger stärker gefährdet, einen Unfall bei der Ausübung eines Extremsports zu erleiden.

Letztlich ist es noch wichtig zu wissen, dass Extremsportler bei der Ausübung eines Extremsport zum einen sehr trainiert sein sollten, um den vielfältigen Belastungen gewachsen zu sein. Zudem helfen Erfahrungen aus dem jeweiligen Feld dabei, Konfliktsituationen souverän zu meistern.