GEO-Caching – das neue Outdoor-Hobby

Die elektronische Schnitzeljagd GEO-Cashing hat sich in den vergangenen 12 Jahren zu einer beliebten Freizeitaktivität entwickelt: Allein in Deutschland schlummern etwa 180.000 Caches in ihren Verstecken und warten darauf, von findigen Schatzsuchern entdeckt zu werden.

Wie funktioniert GEO-Cashing?

Um der immer größer werdenden GEO-Casher-Gemeinde beizutreten, muss man sich auf www.geocashing.com kostenlos anmelden. Anschließend sucht man auf der Karte, welche auf der Homepage angezeigt wird, einen Ausgangsort und wählt einen der angezeigten Cashes, welchen ein anderer GEO-Casher in der Vergangenheit bereits gelegt hat, aus. Mithilfe eines GPS-Geräts begibt man sich dann auf die Suche im Gelände oder auch in der Stadt. In einem Umkreis von 15 m um den Zielort herum verlässt man sich schließlich auf seine Augen und seine Spürnase. Gemäß dem Verhaltenskodex von GEO-Cashing dürfen die „Schätze“ nicht vergraben werden, sondern es müssen bereits vorhandene Hohlräume oder Verstecke genutzt werden. Handelt es sich um einen einfachen Tradi-Cache, so besteht er lediglich aus einem kleinen wasserdichten Behältnis und einem Logbuch, in welches man sich einträgt. Bei Multi-Caches dagegen müssen mehrere Stationen bewältigt werden, um schließlich den Final-Cache zu finden. Um Mystery- bzw. Puzzle Caches aufzuspüren, bedarf es häufig des Lösens von Rätseln oder umfangreicher Recherche, um die Koordinaten zu erhalten. Neben dem Eintrag im Logbuch posten viele GEO-Casher zusätzlich eine Rückmeldung im Internet.

Warum wird GEO-Cashing immer beliebter?

1 Million Döschen, Boxen etc sollen mittlerweile weltweit von Fans des GEO-Cashing versteckt worden sein. Der anhaltende Erfolg dieser Idee ist vor allem der Verquickung von Outdoor-Aktivität mit modernster Technik geschuldet. Musste man früher die Kinder zu einem Sonntagsspaziergang mühsam überreden, lockt das gewisse Abenteuer-Feeling auch notorische Stubenhocker nach draußen. GEO-Cashing stellt nicht nur eine ideale Möglichkeit dar, die eigene Heimat neu zu entdecken, sondern eröffnet auch unzählige neue Ausflugsziele. Auf die Suche nach weiter vom Wohnort entfernten Cashes kann man sich auch z. B. im Rahmen einer Radwanderung oder einer Bootstour machen.
Zudem ist die GEO-Cashing Gemeinde eine verschworene Gemeinschaft, die es tunlichst vermeiden möchte, dass Uneingeweihte – auch „Muggels“ genannt – Wind von den geheimen Verstecken bekommen, weshalb GEO-Casher sich grundsätzlich unauffällig verhalten sollten. Die Gefahr, entdeckt zu werden, erhöht den Nervenkitzel bei diesem Hobby zusätzlich.