Herbstdeko zum selber machen

Wenn es draußen ungemütlich und außerdem frühzeitig schummrig wird, legen die meisten Menschen einen besonderen Wert auf das gemütliche Heim. Mit kleinen Tricks lässt sich jeder Raum in eine Wohlfühloase verwandeln. Die passende Herbstdeko braucht man nicht einmal zu kaufen. Sie lässt sich mit etwas Geschick selbst herstellen.

Zubehör beim Spaziergang sammeln

Die letzten Sonnenstrahlen locken im Herbst viele Menschen vor die Tür. Auf ausgiebigen Spaziergängen lässt sich die leuchtende Farbenpracht der Natur in vollen Zügen bewundern. Wer sich für die Herstellung von Herbstdeko interessiert, nutzt diese Gelegenheiten, um sich einiges an hilfreichem Bastelzubehör zu beschaffen. Zu diesem Zweck lohnt es, stets einen kleinen Korb oder einen Rucksack sowie ein scharfes Taschenmesser mitzuführen. Schließlich müssen die wertvollen Materialien unbeschadet bis nach Hause transportiert werden. Für die Herbstdeko gesammelt werden können unter anderem:

  • farbenprächtige Blätter
  • Beeren und Fruchtstände
  • Kastanien, Eicheln sowie Bucheckern
  • herabgefallene Rindenteile, Wurzeln und interessant geschwungene Stöcke.

Den Garten als Inspirationsquelle nutzen

Wer einen Garten besitzt, kann sich von den herrlichen Formen und Farbkombinationen der Blätter, Blüten und Gehölze inspirieren lassen und einige von ihnen zum Basteln verwenden. Es wäre jedoch schade, diese Schmuckstücke in Mengen abzuernten, um aus ihnen eine Herbstdeko zu basteln. Am besten wählt man sich einige besonders schöne Dekorationsmaterialien aus, die anschließend entsprechend verarbeitet werden.

Dekorationsmaterialien lange haltbar machen

Damit man sich langfristig an der Herbstdeko erfreuen kann, müssen einige Materialien vor der Verarbeitung haltbar gemacht werden. Das bunte Laub lässt sich auf vielerlei Art zur Dekoration nutzen. Leider welkt es schnell und verliert somit an Ansehnlichkeit. Damit die Blätter lange dekorativ wirken, lassen sie sich zwischen den Seiten dicker Bücher pressen. In diese werden jeweils 2 Lagen Küchenkrepp oder Löschpapier eingelegt. Sie nehmen die Feuchtigkeit der Blätter auf. Viele Gräser, Blumen und Beeren lassen sich trocknen, damit sie später zur Herstellung einer Herbstdeko verwendet werden können. Dazu muss man sie über Kopf aufhängen. Wichtig ist, dass der Ort der Trocknung vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt und obendrein gut durchlüftet ist. Wer die Farbintensität einzelner Blüten erhalten möchte, legt diese für einige Wochen in Silicagel oder in Speisesalz ein.

Mit Kränzen dekorieren

Geflochtene Kränze spielen bei der Herbstdeko eine traditionelle Rolle. Dennoch müssen sie nicht bieder wirken. Anstelle von klassischen Weidenruten können die getrockneten Triebe der Clematis, von Wildem Wein, dem Geißblatt oder Efeu zur Herstellung des Rohlings verwendet werden. Letztere lassen den Kranz besonders filigran erscheinen. Da es beim Flechten der Kränze aktuell auf das Experimentieren mit neuen Farbkombinationen ankommt, gewinnt der burgunderfarbene Hartriegel immer mehr an Beliebtheit. Wird dieser beispielsweise mit violett blühendem Heidekraut, silbernem Stacheldraht und feuerroten Hagebutten arrangiert, erhält der Kranz eine orientalische Note. Er lässt sich an der Tür, im Fenster oder an der Wand aufhängen.

Mit Licht Stimmung zaubern

Mit der passenden Herbstdeko lässt sich ein gemütliches Licht zaubern. Für einige Kerzen sollten in jedem Raum geeignete Aufstellmöglichkeiten zu finden sein. Werden diese in Halterungen und Ständern aus Naturmaterialien präsentiert, wirken sie gleich doppelt stimmig. Übrig bleibende Kerzenreste müssen nicht weggeworfen werden. Sie lassen sich später im Wasserbad einschmelzen und in entsprechende Formen gießen, die dann als Behältnisse für Windlichter dienen. Alternativ können aus eingeschmolzenen Kerzenwachsresten neue Kerzen gezogen werden.

Mit Blättern Tische und Wände schmücken

Blätter eignen sich zur Herbstdeko auf der Kaffeetafel ebenso wie als Wandschmuck im Bilderrahmen. Für letzteren Zweck müssen sie gepresst und gut durchgetrocknet sein. Damit die herbstlichen Bilder sich perfekt in den Raum integrieren, muss ihr Rahmen sowohl auf die übrige Einrichtung als auch auf das Motiv abgestimmt sein. Kunststoffrahmen in Violett, Rot oder Orange peppen triste Wände auf. Wer sich unsicher ist, wählt klassische Echtholzrahmen in Eiche, Buche oder Ahorn.

Zeit für die Handarbeit

Spätestens im Herbst beginnt bei vielen Menschen die Handarbeitszeit. Gestrickte und gehäkelte Decken, Kissenhüllen oder Läufer verleihen den Räumen Gemütlichkeit und sind obendrein kuschelig. Ob synthetische Garne oder natürliche Wollarten verwendet werden, hängt unter anderem davon ab, wie die Wohntextilien später gereinigt werden sollen und ob jemand in der Familie allergisch reagiert. Aus Wollresten lassen sich witzige Püppchen basteln oder weitere Wohntextilien im Patchwork-Stil gestalten.

Mit Kürbissen herbstlich gestalten

Kürbisse dürfen bei keiner Herbstdeko fehlen. Insbesondere zur Halloween-Zeit stehen sie in der Gestaltung von Eingangsbereichen, Dielen und Gärten an erster Stelle. Kleine Modelle eignen sich sogar für die Fensterbank. Mit einem scharfen Messer lassen sich in ihre Schale schaurige, lustige oder freche Gesichter schnitzen. Zu den neueren Trends zählt das Schnitzen mystischer Symbole, Tiere oder Landschaftsausschnitte. Auf diese Weise kann ein Kürbis zu einem echten Kunstwerk werden.

Elegante Herbstdeko zaubern

Viele in der Herbstdeko verwendete Accessoires wirken eher robust und natürlich. Wer auf eine gute Farbzusammenstellung achtet und die passenden Formen wählt, kann der Herbstdeko eine edle Note verleihen. Dezent wirken beispielsweise selbst gebastelte Gestecke aus dem Silberblatt, der Erika sowie einigen Zweigen von Immergrünen wie der Gartenmyrte. Damit sich diese möglichst lange halten, werden die Zweige in eine Steckmasse gegeben, die zuvor angefeuchtet wurde. Von Zeit zu Zeit kann diese mit Wasser benetzt werden.

Romantische Herbstdeko mit Blütenzaubern

Dass die Herbstdeko auch romantisch daherkommen kann, beweisen Tischdekorationen in den Farbkompositionen Rot, Pink und Weiß, wobei sich sämtliche Farbtöne nicht nur im Geschirr und/oder dem Tischtuch spiegeln. Auch der Blumenschmuck – ob frisch oder in getrocknetem Zustand – ist auf diesen Stil abgestimmt. Die letzten Rosen und Hortensien aus dem Garten harmonieren mit geschwungenen Metallkörbchen ebenso wie mit filigranen Häkeldeckchen, die als Platzsets dienen. Omas altes Silberbesteck neben schlichtem, weißen Geschirr rundet das Ambiente ab. Wem der benannte Vorschlag zu kitschig erscheint, der zimmert kleine Holzkistchen, in denen sich Herbststräuße, Gestecke, aber auch das Besteck wundervoll arrangieren lassen. Girlanden mit rotem Weinlaub verleihen dem Gesamtbild Farbe. Und da Rot die Farbe der Liebe ist, dürfen rote Rosenblätter herzförmig um den Teller angerichtet werden. Das I-Tüpfelchen zu dieser Dekoration bildet die rote Stumpenkerze, die auf einem Stück Baumrinde befestigt ist.

 

Bildquelle: Bigstock-ID: 72577168 by Yommy