Hortensien – die Schattenrosen

Hortensien zählen zur Familie der Hortensiengewächse. Ihr Name wurde vom lateinischen Begriff hortus abgeleitet, der sich mit Garten übersetzen lässt. Es existieren unzählige Arten, hierzulande ist die Gartenhortensie die bekannteste.

Die Hortensie ist erkennbar an ihren großen Blütenständen mit auffallenden, farbintensiven Kelchblättern in Blau, Rosa oder Weiß. Bei den Wildarten befinden sich diese am äußeren Rand, während mittig die kleineren fruchtbaren Blüten angesiedelt sind. Die Gartenhortensie trägt in allen Teilen der Blüte Kelchblätter. Nach der Blüte bildet die Pflanze Kapselfrüchte aus.
Hortensien gedeihen im Freien und im Garten als Halbsträucher oder Sträucher, einige Arten klettern oder wachsen zu kleinen Bäumen heran. Das sattgrüne Laub wird je nach Art vor dem Winter abgeworfen oder verbleibt an der Pflanze.
Ursprünglich stammen Hortensien aus Ostasien. Einige Arten sind in Südasien, Nord- und Südamerika beheimatet. Die meisten besiedeln schattige Wälder. Seit dem 18. Jahrhundert werden verschiedene Arten für den Garten kultiviert, die Vermehrung erfolgt durch Ableger oder Stecklinge. Durch Züchtung entstehen jedes Jahr neue Sorten in exklusiveren Formen und Farben.
Auch im Garten bevorzugt die Hortensie einen eher halbschattigen bis schattigen Stand, wobei die Gartenhortensie etwas anspruchsloser ist. Sie gedeiht auch in der Sonne, sofern sie nicht allzu starken Mittagstemperaturen ausgesetzt ist.
Hortensien sollten ausreichend Wasser erhalten. Der Boden darf niemals austrocknen. Allerdings muss Staunässe verhindert werden, da die Wurzeln faulen würden. Während der Sommermonate ist regelmäßig zu düngen, der Handel bietet hierzu stickstoffbetonte Volldünger an. Je nach Art kann die Hortensie geschnitten werden. Die Rispenhortensie, die Waldhortensie und die Eichenblättrige Hortensie vertragen einen radikalen Rückschnitt.
Hortensien können im Freien überwintern. Selten werden die Pflanzen von Schädlingen befallen. Hierzu zählen Blatt- und Schmierläuse. Häufiger kommt es zum Befall mit Mehltau oder zur Hortensienkrankheit Chlorose. Mehltaubefallene Triebe werden entfernt. Gegen die Chlorose hilft das Düngen mit einem Eisenpräparat.