Klassische Musik

Meist wird die klassische Musik als „ernste Musik“ bezeichnet. Da sie aber auch, wie die Literatur, Epochen zuzuordnen ist, wäre die Bezeichnung zu festgelegt. Musik ist von dem Zeitgeist und dem Umfeld eines Komponisten geprägt. In den vielen Jahrhunderten vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert entstanden unterschiedliche, klassische Musikwerke.

Klassische Musik der Vergangenheit und Gegenwart

Kompositionen sind ein Handwerk und haben eine bestimmte Charakteristik. Wünsche und Gefühle der Menschen kommen zum Ausdruck, begleitet von der jeweiligen Lebenssituation und den Möglichkeiten.
Das Mittelalter war bestimmt von Kirchenmusik und Minnegesang. Bedeutend für diese Zeit war Walter von der Vogelweide (1170-1230), ein Lyriker und Sangesdichter. Laute, Harfe und Schalmei dienten als Instrumente.

Die Renaissance war entscheidend für die Entwicklung der Musikgeschichte. Das Volk wurde mit einbezogen und Musikwerke erlangten eine Bedeutung auch außerhalb des kirchlichen Raumes. Bezeichnend für diese Epoche war Michael Praetorius (1571-1621). Ausdruckskraft lieferten Chöre mit meist vier Instrumenten.
Es folgte Barock, gekennzeichnet von Vokalmusik und Oper. Instrumente, wie Hörner, Flöten und Trompeten kamen zum Einsatz. Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Georg Friedrich Händel (1685-17599 waren eindrucksvolle Komponisten dieser Zeit. Konzerte wurden öffentlich.

Die Klassik ist wohl die bekannteste Form der klassischen Musik. Klassik, Frühklassik und Wiener Klassik prägten den Zeitraum zwischen 1730-1830. Schlichte und einfache Musik war charakteristisch. Viele Instrumente, wie Violine, Fagott, Klarinette und Cello bereicherten diesen Teil der Musikgeschichte. Einen besonders hohen Stellenwert erreichte das Klavier.

Mozart, Beethoven und Haydn, die Phänomene und Begleiter bis in die Gegenwart

Mit diesen außergewöhnlichen Komponisten gelangten die hohe Bedeutung bisheriger Vokal und Kirchenmusik in den Hintergrund und wurde durch neue Formen der Instrumentalmusik abgelöst. Die Oper wurde besonders durch Solovioline und Orchester.

Joseph Haydn (1732-1809) erhob die Orchestermusik des späten 18. Jahrhunderts vom Typischen ins Exemplarische. Er verstand Musik als Sprache und produzierte eine hohe Vielfalt von Tonfällen in einem musikalischen Satz. Ein Musiker der Gedankenentwicklung, wie die Wiener ihn gern nannten. Die Produktion von Symphonien nahm quantitativ ab und die Orchestermusik steigerte sich qualitativ.

Ludwig van Beethoven (1770-1827), Schüler Haydns und ein Meister auf dem Klavier wurde bekannt durch erste Wiener Auftritte und verblüffte durch seine Fähigkeit zur frei improvisierten Fantasie.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), bekannt als das „Wunderkind“ mit einer enormen Schaffenskraft und Disziplin. Das Repertoire von Mozart war umfangreich und mit allen musikalischen Gattungen von der Oper seria bis zum deutschen Kirchenlied versehen.

Alle drei Komponisten sind die Begründer der sogenannten „Wiener Klassik“. Bis heute haben die meisten Werke dieser klassischen Musik immer noch Bestand und sind beliebt. Klassische Musik findet man auch im Jazz und in der Pop-Musik. Durch neue Formen und Klänge mit entsprechenden Tontechniken ist diese Musikentwicklung zeitgemäß und kann der modernen klassischen Musik zugeordnet werden.

Arten der klassischen Musik

  • Symphonie
  • Ballettmusik
  • Ouvertüre
  • Menuett
  • Serenade

Instrumente

  • Horn
  • Fagott
  • Violine
  • Klarinette
  • Klavier
  • Cello

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