Marmelade einkochen, was muss beachtet werden?

Selbstgemachte Marmelade geht ziemlich einfach, da muss man kein Fachmann sein. Das wusste auch schon Oma.

Im Unterschied zur Industrieherstellung werden bei einer selbst gemachten Marmelade die Früchte mit Zucker eingekocht. In der industriellen Herstellung finden sich oftmals Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und Stoffe, die Aussehen und Konsistenz beeinflussen. Der eingekochte Fruchtbrei wird nur mit Zucker und Vanille, Zimt oder andere gängigen Zutaten aufgepeppt. Das kann je nach Geschmack und Vorlieben entschieden werden. Eine zarte Konsistenz kann bspw. durch Stampfen der gekochten Früchte und durch Passieren (durch ein Sieb pressen) oder durch Mixen mit einem Stabmixer erfolgen. Bei Bevorzugung eines Kompotts kann das Passieren übergangen werden.
Das Einmachglas sollte in einem Wasserbad, oder auch im Backofen bei mind. 65 bis 70°C erhitzt werden, um ALLE möglichen Keime abzutöten. Bei selbst gemachter Marmelade ist das ein besonderer wichtiger Faktor für eine lange Haltbarkeit. Der eingekochte heiße Marmeladenbrei wird ins Einmachglas eingefüllt. Das Glas sollte, wenn möglich, bis zur oberen Kante aufgefüllt werden, damit keine Luft im Glas übrig bleibt. Nach kompletter Füllung und luftdichtem Verschluss ist das Einmachglas auf den Kopf‘ zu stellen. Dies dient insbesondere dem Unterdruck. Der berühmte ‚Plopp‘ beim öffnen einer Flasche, Konserve usw. Dieser ist für eine effektivere Konservierung unnachlässig. Gleichzeitig werden im Deckel befindliche Keime nochmals abgetötet.Theoretisch können alle Früchte für einen leckeren Brotaufstrich herangezogen werden. Die beliebtesten Früchte für selbst gemachte Marmeladen sind neben Erdbeeren, Himbeeren, Aprikosen und Pflaumen die Birnen, Kirschen, Johannisbeeren und Äpfel. Auch eine Mischung der verschiedenen Früchte ist gegeben, je nach Geschmack. Der Klassiker ist hier wohl die Aprikosen-Marillen-Marmelade. Für einen zartbitteren Geschmack kann auch eine Mischung mit Bitterorangen herangezogen werden. Pauschal gibt es keine bevorzugten oder zu vernachlässigen Früchte. Dies hängt alleine vom Aufwand und Geschmack in der Zubereitung ab.

Süße Marmelade selbstgemacht:

Bei einer selbst gemachten Marmelade ist die Zubereitung besonders einfach. Der Klassiker wird mit 1:1 gerechnet. Dies bedeutet, dass die geschälten und entkernten Früchte eins zu eins mit dem Zucker gewogen werden. Hat man also 1kg Obst, sollte auch 1kg Zucker verwendet werden. Dies wird je nach Menge 20 bis 35 Minuten eingekocht. Fertig!

Fruchtige Marmelade selbstgemacht:

Ähnlich wie beim süßen Vertreter werden die Früchte geschält und entkernt. Hier kommt nur kein oder nur wenig Zucker (max. ein zehntel Zucker) zum Einsatz und dient somit der Eigensüße der Früchte. Fertig!