Weihnachtsbaumschmuck zum Selbermachen

Weihnachtsbaumschmuck lässt sich heutzutage preisgünstig in vielerlei Variationen kaufen. Noch mehr Spaß macht das Dekorieren, wenn man ihn selbst herstellt. Dabei muss man sich längst nicht auf den klassischen Strohstern beschränken. Viele Materialien für die Accessoires lassen sich das gesamte Jahr über sammeln, so dass der Kreativität beim Basteln in der Vorweihnachtszeit kaum Grenzen gesetzt sind. 

Weihnachtsbaumschmuck sammelm – mit offenen Augen spazieren gehen

Wer mit offenen Augen durch die Natur wandert, wird so mancherlei Ausgangsmaterialien finden, die sich später in einen wunderschönen Weihnachtsbaumschmuck verwandeln lassen. Derartige Entdeckungen lassen sich nicht planen, so dass es lohnt, stets einen kleinen Rucksack oder eine Tasche beim Spaziergang mitzuführen.

Gesammelt werden können unter anderem

  • Tannen-, Kiefern- und Lärchenzapfen
  • kleine Zweige mit leuchtenden Früchten
  • herabgefallene Rindenstückchen
  • abgetrocknete Gräser
  • und auch verwaiste Vogelnester

Alle Materialien werden zu Hause von ihren Verschmutzungen befreit und an einem luftigen Ort bis zur Bastelzeit aufbewahrt. Um sie in Weihnachtsbaumschmuck umzufunktionieren, werden Blumendraht oder Bindfäden benötigt, mit Hilfe derer die Materialien an den Baum angedrahtet oder an die Zweige gehängt werden. Besonders filigrane Gegenstände wirken sehr gut, wenn man sie zu Mobiles verarbeitet, so dass sie als Einheit einen Blickfang im Weihnachtsbaum setzen. Die Gräser können dabei ebenfalls als Befestigungsmaterialien dienen. Oder man bindet sie zu kleinen Nestern zusammen, in die sich später mit weiteren Accessoires füllen lassen.

Materialien aus dem Garten

Der Garten hat in Sachen Ausgangsmaterialien für den Weihnachtsbaumschmuck einiges zu bieten. So kann man beispielsweise Strohblumen sammeln und selbige zum Trocknen aufhängen. Ihre Blüten lassen sich mit einem Draht oder einem Garn aneinander aufreihen, so dass sie eine lange Kette bilden. Diese windet sich später durch den Weihnachtsbaum, so dass weder Lametta noch künstliche Kugelketten zum Einsatz kommen müssen.

Ebenso lohnt es, sich im Kräuterbeet aufmerksam umzuschauen. Vielleicht sind noch einige Samenstände von Kräutern oder Gewürzen zu finden. Diese schneidet man ab und hängt sie entweder im Stück am Weihnachtsbaum auf. Oder man sammelt die letzten Samen, um sie an einer Schnur aufzureihen. Auch kleine Kräutersträußchen können als Weihnachtsbaumschmuck dienen. Kräuter und Gewürze verströmen im frischen und getrockneten Zustand einen sinnlichen Duft, der mit dem des Weihnachtsbaums gut harmoniert. Da lässt sich das Fest mit allen Sinnen genießen.

Strick ist schick

Voll im Trend liegen derzeit gestrickte und gehäkelte Accessoires für den Weihnachtsbaum. Der Vorteil beim Basteln besteht darin, dass Wollreste auf diese Art eine sinnvolle Verwendung finden. Ob bunt gestrickte Socken, filigran gehäkelte Sterne oder im klassischen Rot gehaltene Miniatur-Pullover, ist egal. Erlaubt ist, was gefällt. Wer das Moderne mit dem Traditionellen verbinden möchte, besorgt sich einige Styroporkugeln als Rohlinge, die im Handel in unterschiedlichen Größen angeboten werden. Diese lassen sich dann wahlweise behäkeln, bestricken oder mit Stoff bekleben.

Altbewährtes aufpeppen

Mit der Zeit kommt selbst der schönste Weihnachtsbaumschmuck in die Jahre. Man findet ihn langweilig und möchte etwas Neues ausprobieren. Zum Wegwerfen sind die alten Weihnachtsbaumkugeln jedoch viel zu schade. Eine ganz andere Optik erhalten sie, wenn man sie mittels Bordüren aufpeppt. Diese lassen sich mit einem Alleskleber auf dem Glas der Kugel befestigen.

Die Kugeln können auch mit einem wasserfesten Stift beschrieben werden. Sehr individuell wirken Abschriften aus Notenblättern. Oder man beklebt sie mit altmodischen Lackbildern. Dann passen sie perfekt zum Vintage-Stil. Wer auf den Schnee zu Weihnachten keinesfalls verzichten möchte, streicht die Kugeln in der unteren Hälfte mit einem Kleber ein und taucht sie dann in Deko-Schneeflocken. Wenn man schon einmal beim Aufpeppen der alten Kugeln ist, sollte man auch gleich den Befestigungsdraht gegen ein attraktives Geschenkband oder eine farblich passende Kordel austauschen.

Weihnachtsbaumschmuck aus Papier basteln

Wer selbst gebastelten Weihnachtsbaumschmuck aus Papier basteln möchte, kann das gesamte Jahr über Papprollen von Toilettenpapier, bunte Tortenkartons, Zierdeckchen und ähnliche Accessoires sammeln. Im Internet oder in Bastelbüchern findet man viele praktische Tipps, wie sich aus diesen Materialien mit wenigen Kniffen niedliche Engelchen, Ornamente oder Kugeln falten lassen. Je nach Belieben kann man diese farblich gestalten. Auf diese Weise entsteht aus der grauen Toilettenpapierrolle ein edler Kranz für den Weihnachtsbaum oder aus dem angeschmuddelten Zierdeckchen vom Kaffeetisch ein wunderschöner Weihnachtsengel.

Der Umwelt zuliebe Haushaltsutensilien aufarbeiten

Auch andere Gegenstände, die eigentlich längst weggeworfen werden könnten, erleben als Weihnachtsbaumschmuck einen neuen Auftritt. So lassen sich Streichholz- und Zigarettenschachteln in Reste von Geschenkpapier wickeln, mit Schleifen bestücken und im Weihnachtsbaum drapieren. Abgeschnittene Deckel von Konservendosen können bunt lackiert, in der Serviettentechnik gestaltet oder mit heimeligen Wintermotiven bemalt werden. Sie wirken dann wie kleine Kunstwerke.

Filzreste können zu kleinen Figuren verarbeitet werden. Sie passen zur rustikalen Gestaltung des Weihnachtsbaums besonders gut. Wählt man Elche, Tannenbäume oder Sterne als Vorlagen, harmonieren sie zum skandinavischen Einrichtungsstil. Um den Figuren eine dreidimensionale Optik zu verleihen, schneidet man die Formen doppelt aus, verbindet sie miteinander und füllt Watte in das Innere der Figur.

Will man die Dekoration des Weihnachtsbaums ganz auf die Schnelle ergänzen, wählt man Plätzchenausstecher aus, versieht sie mit rot-weißen Bändern und hängt diese in den Weihnachtsbaum. Weihnachtskugeln in den Farben Rot und Silber wirken zu diesen Accessoires so stimmig, als hätte man dieses Gesamtbild aufwändig arrangiert.

Übergänge zum Wohnraum schaffen

Dekorierte Weihnachtsbäume wirken auf das Auge des Betrachters sehr festlich. Dennoch scheinen sie manchmal fehl am Platz. Der Grund dafür sind die fehlenden Übergänge zum Rest der Einrichtung. Auch diese lassen sich auf einfache Art selbst herstellen. Beispielsweise umwickelt man einen Schuhkarton, besser noch zwei unterschiedlich große Kartons, mit Geschenkpapier. Dann werden die scheinbaren Mitbringsel direkt vor dem Baum aufgestellt. Mit selbst geschneiderten Filzdecken oder mit kleinen Holzscheiten lässt sich der Weihnachtsbaumständer aus Kunststoff kaschieren. Unter einen so liebevoll gestalteten Weihnachtsbaum muss der Weihnachtsmann viele Geschenke legen.

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